Cordi und Björn in China

Montag, November 06, 2006

Pekingoper


Cordula schrieb:

Unser Marketing-Prof hat heute für uns in unserem Klassenraum eine kleine Aufführung der Pekingoper organisiert. Bei den Musikern handelt es sich um Qingdao's Pekingoper-Club. Allesamt pensionierte Damen und Herren, die leidenschaftlich gerne musizieren, mit ihrem Programm auch Auftritte in der Umgebung haben und mit unserem Prof. Wang befreundet sind.



Dieser hat uns erklärt, dass für die Pekingoper kein Bühnenbild erforderlich ist, sondern die dargestellte Handlung und der Ort nur kurz angedeutet werden. Die verschiedenen Protagonisten sind anhand ihrer Stimmen zu erkennen. Man unterscheidet hier zwischen alten und jungen Frauen sowie alten und jungen Männern (je nachdem wir hoch bzw. tief die Singstimme ist). Teilweise können auch Frauen die Männerstimmen singen und umgekehrt.



Nacheinander haben vier Frauen kurze Ausschnitte aus verschiedenen Arten von Pekingoper gesunden. Dazu haben zwei bis vier Männer Instrumente gespielt.

Einer hat mit einem Holzschlaginstrument den Takt angegeben, die anderen haben Streichinstrumente gespielt. Als krönender Abschluss hat dann ein 71-jähriger Mann den Part eines sehr jungen Manns gesungen:-)))

Prof Wang hat uns aufgeklärt, wie sich das Publikum bei einer Pekingoper verhält. Es wird während des Vortrags geklatscht und "Hao" (=gut) gerufen, wenn der Sänger oder die Sängerin besonders hoch oder besonders tief singt. Wir haben das dann natürlich sofort umgesetzt, wobei man aus einigen "hao"-Rufen eher ein deutsches "au" verstehen konnte. Pekingoper ist halt nicht was für jedermanns Ohren:-)

Ich habe einige kurze Videos gedreht um auch andere an dieser Pekingoper teilhaben zu lassen. Wer möchte, dem schicke ich gerne mal eine Kostprobe per email zu:-)