Xi'an
Cordula schrieb:
Sonntag Nacht bin ich gesund, munter und auch etwas geschafft aus dem Urlaub zurück gekommen. Anna, Marc, Sandra und ich haben sehr viel gesehen und erlebt und ich werde jetzt mal anfangen davon zu berichten, damit ihr auch ein wenig daran teilhaben könnt.
Freitag, 6.10.2006
Erstes Ziel unserer kleinen Rundreise war Xi’an.
Mittags machten wir uns von Qingdao aus auf den Weg zum Flughafen um nach Xi’an zu fliegen.
Wie die meisten anderen Touristen auch, wollten wir uns dort die Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers ansehen.
Am Flughafen in Xi'an angekommen, sind wir mit dem Flughafenbus recht schnell in die Stadt gekommen. Von dort aus war es aber sehr schwierig ein Taxi zu bekommen. Keiner wollte uns und unser Gepäck mitnehmen:-( Dank eines hilfsbereiten Chinesen hat es noch einer ganzen Weile dann ja doch noch geklappt.
Hier unsere ersten Eindrücke von den Randbezirken der Stadt:


Eine sehr arme Gegend.
Um möglichst viele Hintergrundinfos über die Tonarmee zu bekommen und auch noch einige andere Sehenswürdigkeiten in Xi’an zu sehen, haben wir direkt nach unserer Ankunft im Hotel (am frühen Abend) eine Tagestour bei CITS gebucht. Anschließend haben wir uns kurz in der Umgebung unseres Hotels umgesehen. Es lag in einer Gegend, in der es sehr viele „Friseur-/Massagesalons“ mit roter Beleuchtung und leicht bekleideten Damen gab. Davon hatten wir zwar schon gehört, aber in Qingdao jedenfalls noch nicht gesehen.
Samstag, 07.10.2006
Morgens ging es früh los.
Erster Stop war die "Big Wild Goose Pagoda". Sie wurde vor über 2600 Jahren gebaut um dort buddhistische Schriften ins Chinesische zu übersetzen. Unsere Reiseleitung erzählte interessante Geschichten darüber wie der Buddhismus entstanden ist, wie er nach China gekommen ist und andere lustige Anekdoten, die wir natürlich alle glauben… ja ja :-)

Weiter ging es zu Badehäusern mit Wasser aus heißen Quellen, in denen frühere Herrscher und ihre Konkubinen gebadet haben. Die Parkanlage war nett, aber die Badehäuser fand ich nicht sonderlich spannend.

Es gab Mittagessen in einem Restaurant extra für Touris, dass natürlich direkt an einen großen Verkaufsraum grenzte, in dem es völlig überteuerte Souvenirs zu kaufen gab. Wir können die „Luki, luki! Bjuuuuutiful!“-Rufe inzwischen schon gut ignorieren bzw. mit zwei bis drei energischen "Bu yao!" (=Will ich nicht!) abschmettern.
Danach fuhren wir zum eigentlichen Höhepunkt: Der Terrakotta-Armee. Der erste chinesische Kaiser -„Qin Shi Huang“- hat diese Tonarmee vor etwa 2000 Jahren anfertigen lassen, damit sie sein Grab beschützt. Die Tonkrieger wurden 1974 von Bauern entdeckt, die einen Brunnen graben wollten. Über 6000 Figuren (Generäle, Offiziere, Bogenschützen, Pferdewagen…) sind heute dort ausgestellt. Da die Figuren handgefertigt wurden, sieht keine Figur aus wie eine andere. Allerdings wurde direkt erwähnt, dass die ausgestellten Figuren nicht alle in so gutem Zustand waren, sondern teilweise schon restauriert wurden. Trotzdem war es sehr interessant zu sehen. Insgesamt kann man drei Gruben verschiedener Größen besichtigen, wobei die erste und größte bei weitem am interessantesten ist.


1987 wurden die Armee und das Mausoleum Qin Shi Huangs von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Sonntag, 08.10.2006
Früh aufstehen war wieder angesagt, da wir nur noch einen halben Tag Zeit hatten in Xi’an. Sandra, Anna und ich sind vormittags mit klapprigen Fahrrädern auf der Stadtmauer gefahren, die das Stadtzentrum umschließt. So konnten wir die Stadt aus 12 m Höhe sehen und uns gleichzeitig ein wenig sportlich betätigen. Das anstrengende am Fahrradfahren waren übrigens die vielen Schlaglöcher. Eigentlich fuhr man direkt von einem Schlagloch ins andere…. Nur eine kurze Teilstrecke war gerade frisch renoviert. Hat Spaß gemacht. Leider hatten wir nicht genug Zeit um einmal komplett rum zu fahren (das wären dann 14 km gewesen).
Die Fotos zeigen unseren Ausblick auf die Stadt sowie Sandra und Anna auf echten chinesischen Drahteseln.
Gegen Mittag mussten wir uns wieder auf den Weg zum Flughafen machen. Vorher nahmen wir noch einen Snack im weltweit bekannten „Restaurant zum Goldenen Bogen“ ein (da wir mal gerade keine Lust hatten ins durch eine chinesische Speisekarte zu kämpfen).
Wer sich für kulinarisches Fachvokabular interessiert: Hamburger heißt auf chinesisch übrigens ham bao bao.








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