Krebse fangen
Cordula schrieb:
Am Donnerstag mussten wir schon um 5:30 Uhr aufstehen. Wir waren mit Jensen's Familie zum "Fishing" verabredet. Die drei sind am Mittwoch schon nach "Zhucha Island" gefahren; wir kamen einen Tag später nach. Die Fahrt mit der Fähre dauerte von Qingdao aus 40 Minuten.
Die Insel ist klein, ca. 200 Einwohner und mindestens genau so viele Touristen (alle Chinesen, außer wir zwei). Im Vergleich zu Qingdao, ist es dort sehr traditionell chinesisch und sehr ruhig (was echt mal eine gute Abwechslung ist).
Wir sind dann jedenfalls zu fünft an die Küste gelaufen.
Hier eine chinesische Windmühle:
Hier ist unser Fang:
Gegen Mittag sind wir dann zurück ins Dorf, wo es Mittagessen bei einer Fischerfamilie gab.
Unsere selbstgefangenen Krebse wurden allerdings nicht gekocht. Wir bekamen ein paar frische große Krebse serviert. Außerdem noch irgendein grünes Gemüse, Tintenfischarme mit Zwiebeln, so was ähnliches wie Reibekuchen, frischen Fisch usw. Alles schmeckte lecker, bis auf die Seegurke.... Wer die schon mal probieren musste, weiß wieso... Aber sonst war das Essen echt gut.
Nachmittags sind wir dann zurück zur Anlegestelle. Hier kommen nicht nur die Touri-Boote an, sondern auch die Fischerboote. Wenn ein Fischer zurück kommt vom Angeln und seinen Fang auf den Steg stellt, drängeln sich die Leute drum herum, beäugen kritisch den Fisch und kaufen den, wenn er ihnen zusagt.
Es war ein netter Ausflug, bei dem wir einen kleinen Einblick in das Landleben in China bekommen haben. Obwohl "Zhucha Island" ja nicht weit von Qingdao entfernt ist, sind die Lebensbedingungen doch komplett anders.
Von vielen Dingen, die man für selbstverständlich hält und auf die man im täglichen Leben auch gar nicht mehr verzichten will, haben andere Leute noch nie was gehört....

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